Textilindustrie: Modelabels zahlen Hungerlöhne für Näherinnen in der Türkei

Textilindustrie: Hungerlöhne für Näherinnen in der Türkei

Leider ist die Textilindustrie nicht mehr in der Lage normale Löhne für Näherinnen zu erhalten. Seit 2008 haben sich die Arbeitsbedingungen massiv verschlechtert. Die grossen Modelabels zahlen den hoch qualifizierten Nähern in der Textilbranche Hungerlöhne! Prominente Labels und Kleiderketten (siehe offizieller Bericht) machen es vor, dass sie die Macht haben, die Nähereien zu unterdrücken. Das Internationale Netzwerk Clean Clothes Campaign hat die Löhne untersucht und kam auf ein klares Ergebnis: Hungerlöhne die an der Armutsgrenze liegen! Die Näher sind auf einen zweiten Job angewiesen, nur um zu überleben. Der Hungerlohn deckt nur 14% bis 36% vom Lebensgrundlohn ab.

Schockierende Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne bei grossen Marken

Ein Kleiderhersteller zahlt nicht mehr als 308 bis 440 Euro pro Monat. Das festgelegte Existenzminimum pro Familie ist in der Türkei bei 1002 Euro, die offizielle EU-Armutsuntergrenze in Kroatien ist bei 554 Euro. Wieso macht das ein Luxus-Label? Das Unternehmen ist nur besorgt über sein Image und liess den Namen in den Pressemitteilungen über seine Anwälte löschen. Eine Stellungnahme kam nicht zustande.

Sicher ist: die Marken müssen jetzt handeln! Für einen existenzsichernden Lohn der Textilarbeiter. Oder Sie als Konsument kaufen nur noch fair produzierte Textilien. Für Designer (Kollektionen, Kleinserien) näht und produziert FASHIONBIZ in der Schweiz zu fairen Bedingungen.

Bericht: Näherinnen in 10 Ländern – Rumänien, Ukraine, Türkei, Bulgarien, Kroatien, der Slowakei, Georgien, Mazedonien (FYROM), Bosnien-Herzegowina und die Republik Moldau.

Foto: ©CCC Näherin in einer Textilfabrik

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